Ein Jahr, sieben Lagen, ein Wein wie nie zuvor – 7 Terroirs 2024

So etwas gab es noch nie. Das trifft sowohl auf die Herausforderungen des Weinjahrs 2024 mit mehreren, teils dramatischen Wetterkapriolen zu, als auch auf den 7 Terroirs 2024, den Gut Hermannsberg im Juni 2025 auf den Markt gebracht hat.

Der Jahrgang 2024 hat es den Winzerinnen und Winzern an der Nahe nicht leicht gemacht. Spätfrost Ende April, dazu ein Jahr mit spürbaren Wetterextremen – vieles von dem, was im Weinberg aufgebaut wurde, ging verloren. Auch Gut Hermannsberg traf es hart. Ein Großteil der Ernte fiel dem Frost zum Opfer. Die Konsequenz daraus ist ein Wein, den es so bisher nicht gab.

Statt wie üblich Große Gewächse zu vinifizieren, entschied sich das Team um Kellermeister Karsten Peter bewusst gegen Kompromisse. Die verbliebenen Trauben aus den besten Parzellen reichten weder mengenmäßig noch stilistisch für den Anspruch, den Gut Hermannsberg an seine GGs stellt. Also wurde 2024 kein einziges Großes Gewächs vinifiziert. Eine mutige Entscheidung.

Hochklassiges Traubenmaterial auf Gut Herrmannsberg

Das gesamte hochklassige Traubenmaterial aus allen sieben VDP Großen Lagen des Weinguts floss stattdessen in den Gutswein 7 Terroirs 2024. Kupfergrube, Hermannsberg, Steinberg, Felsenberg, Rotenberg, Bastei und Rossel – sieben Lagen mit unterschiedlichen geologischen und klimatischen Voraussetzungen, vereint in einer Cuvée. Normalerweise stammen die Trauben für den 7 Terroirs aus jüngeren Rebanlagen. 2024 ist das anders: Hier prägen selektierte Partien aus den Spitzenparzellen den Wein.

„Der Aufwand war außergewöhnlich hoch“, sagt Geschäftsführer Achim Kirchner. Gelesen wurde ausschließlich von Hand, streng selektiert und mit dem klaren Ziel, aus einem schwierigen Jahr das Beste herauszuholen – ohne den eigenen Stil zu verwässern. Das Ergebnis ist kein Ersatz für ein Großes Gewächs, sondern ein eigenständiger Weißwein mit besonderer Herkunftsgeschichte.

Im Glas zeigt sich der 7 Terroirs 2024 vielschichtig und präzise. Rauchig-mineralische Noten prägen den Duft, am Gaumen kommen Zitrus- und Steinobstaromen hinzu. Die Säure ist klar eingebunden, ein feiner Gerbstoff verleiht Struktur und Länge. Trotz seiner Tiefe wirkt der Riesling zugänglich, ruhig und ausgewogen. Ein Wein, der jetzt Freude macht, aber auch Entwicklungspotenzial mitbringt.

Der 7 Terroirs 2024 ist damit weniger ein Statement als eine Konsequenz. Aus einem herausfordernden Jahrgang entstanden, erzählt er von Herkunft, Haltung und der Entscheidung, Qualität nicht zu relativieren – selbst dann nicht, wenn das bedeutet, auf Prestige zu verzichten.

Im Handel oder direkt beim Weingut ist der Wein zum Preis von ca. 15 Euro zu haben – ein guter Preis-/Leistungsverhältnis bei diesem Wein.

In diesem Sinne: Cheers!

Weinflasche Riesling von Gut Herrmannsberg

Unsere Weinempfehlung