Das ist die Geschichte hinter unserem musikalischen Feinschliff.
Ein guter Wein braucht Zeit, um zu atmen, die richtige Temperatur und eine perfekte Balance, um seine volle Komplexität zu entfalten. Genau wie eine erstklassige Playlist. Für VYNO by Barrels & Bottles haben wir unsere hauseigene Musiksammlung (sprich: unsere Playlist Between Bottles) noch einmal auf den Prüfstand gestellt. Das Ziel? Mehr organische Dramaturgie, packende Spannungsbögen und ein fließender Übergang zwischen entspanntem Genuss und treibenden Rhythmen. Wir haben die feine Selektion aus Downbeat, Nu-Jazz, Club-Sounds und edlem Vocal-Jazz mit gezielten Neuzugängen auf ein neues Level gehoben.
Zeit zu atmen…
Die Reise beginnt nun spürbarer im Hier und Jetzt. Während der akustische Opener „Song For Sol“ von Jacob Gurevitsch und der vertraute Trip-Hop-Groove von De-Phazz den Raum sanft öffnen, bricht kurz darauf „Yes Baby Yes“ von Mo’ Horizons spritzig das Eis. Dieser frühe Nu-Jazz-Kick bringt sofort eine lebendige, sonnige Dynamik ins Spiel, die perfekt zum ersten gut gekühlten Weißwein des Tages passt, bevor das Portico Quartet das Tempo elegant wieder drosselt.
Jetzt kommt Bewegung in die Sache…
Im Mittelteil nimmt die Playlist Fahrt auf und schlägt die Brücke Richtung Tanzfläche. Um diesen Übergang organischer zu gestalten, bettet sich Nicolas Jaars „Mi Mujer“ nun perfekt zwischen die lateinamerikanischen Rhythmen von Nicola Cruz und Rodrigo Gallardo ein. Er intensiviert die hypnotische Percussion und schiebt den Vibe kraftvoll an, bevor das Set endgültig in die elektronische Peak-Time eintaucht. Wenn Peggy Gou die Stimmung schließlich weiter anschiebt, lassen wir die Energie nicht mehr abrupt abfallen. Mit dem zehnminütigen, tiefen Meisterwerk „Innerbloom“ von RÜFÜS DU SOL und dem epischen, cineastischen Aufbau von Eric Prydz’ „Opus“ erreicht die Playlist ihren energetischen Scheitelpunkt – um den Hörer danach sanft in den Armen von Kruder & Dorfmeister aufzufangen.
Die Musik und der Abend gleiten behutsam in ruhigere Gewässer…
Der wohl anspruchsvollste Moment dieses Upgrades ist der Weg zurück zur Ruhe. Der Wechsel von treibenden Beats zu gedimmtem Licht und schweren Rotweinen gelingt uns durch eine filmreife, rein akustische Brücke. Nach Maribou State übernimmt das Klavier in „To Build a Home“ von The Cinematic Orchestra sanft das Kommando. Es folgt die tiefe Melancholie von Massive Attacks „Teardrop“ und der rauchige, intensive Trip-Hop von Portishead, bis schließlich das Joe Lovano Paramount Quartet mit reinem Handwerk den roten Teppich für den klassischen Vocal-Jazz von Diana Krall ausrollt.
Der Vorhang fällt…
Bevor Till Brönner und Yello den finalen Vorhang eines langen Abends zuziehen, setzen wir mit „Unfinished Sympathy“ von Massive Attack ein letztes, emotionales Ausrufezeichen.
Weil die besten Momente ungeplant entstehen…
Am Ende bleibt es natürlich wie bei einer guten Flasche Wein: Der perfekte Abend lässt sich nicht am Reißbrett planen – und die schönsten Momente entstehen ohnehin, wenn die Korken knallen und die Konversation ganz ungeplant die Richtung wechselt. Diese Playlist ist daher kein starres Protokoll, sondern eher ein flüssiger Vorschlag. Sie darf gekürzt, verlängert oder beim spontanen Küchentanz komplett über den Haufen geworfen werden. Hauptsache, sie bringt Spaß, begleitet eure Gespräche und macht den Abend noch ein kleines bisschen unvergesslicher.